Fellpflege
Der
Samojede ist im Grunde genommen ein pflegeleichter Hund, vorausgesetzt, man
beachtet ein paar Regeln, Hunde, welche im Zwinger gehalten werden, sollte man
mindestens einmal wöchentlich mit einer guten Drahtbürste kräftig
durchbürsten, damit abgestorbenes Haar und Sand ausgebürstet wird. Verfilzte
Zotteln müssen hin und wieder herausgeschnitten werden. Bei dieser Fellpflege
sieht man auch, ob der Hund Zecken, Flöhe oder irgendeine Verletzung oder gar
Ekzeme hat. Bei Haarwechsel ist öftere, ja tägliche Reinigung unumgänglich.
Ist der Hund nass, muss er im Zwinger unbedingt eine trockene Stelle habe, die
warm und zugfrei ist, mit Stroh, Heu oder sonstiger guter Unterlage, damit sein
Fell trocknen kann. Hunde, welche nass in den Zwingern herumliegen, sind
anfällig für Rheuma, Lungenentzündung, Durchfall und außerdem verfilzt das
Haarkleid hoffnungslos. Samojeden, welche im Haus gehalten werden, brauchen
etwas mehr Haarpflege, damit Möbel, Wände und Teppiche geschont werden. Man
bürstet den "Haushund" ca. zweimal wöchentlich gut durch, bei Bedarf
mit einer Drahtbürste. Tägliches Ausbürsten ist während des Haarwechsels
nötig. Der Verfilzung kann erfolgreich entgegengewirkt werden, indem man ihn
immer gut abtrocknet, wenn er nass ist. Nach einem Spaziergang bei starkem
Regen, streift man dem Hund sein Halsband vom Kopf, was bewirkt, dass er sich
schüttelt.
So bleibt schon ein großer Teil der Nässe vor der Haustüre, Eigentlich soll
der Samojede nicht gebadet werden, aber es gibt Situationen, wo ein Bad
unumgänglich ist, wenn er z.B. Milben hat oder ähnliche "Bewohner".
Ein Bad in einem See oder Fluss ist nicht verboten, obwohl der Samojede keine
Wasserratte ist, sondern meist nur ein gelegentliches "Fußbad" nimmt.
Ein großer Schwimmer ist er selten. Ich nehme an, dass sein enormer Haarbalg
dabei zuviel Wasser aufsaugt und somit zu schwer wird. Hingegen liebt der
Samojede den Schnee und es kann gar nicht kalt genug sein für ihn. Er lässt
sich gerne im Freien einschneien und findet dies herrlich.
(aus "Der Samoyede" von Erna Bossi)